Radbasisnetze

Neue Förderrichtlinie für Alltagsradwege und Radbasisnetze als Basis für den Ausbau der Radwege

Masterplan Radfahren als Richtschnur für die Förderung des Radfahrens im Burgenland!

Radbasisnetze - die Basis für den Ausbau der Radwege

Burgenland ist bekannt für die wunderschönen touristischen Radwege. Für Alltagswege wird das Rad derzeit aber nur selten verwendet. Großes Potenzial für den Alltagsradverkehr ist dort vorhanden, wo viele Wege eine radfreundliche Länge haben. Insbesondere ist dies im Burgenland im Umfeld der Bezirksvororte der Fall, die nicht nur Arbeitsschwerpunkt für umliegende Orte sind, sondern auch viele andere Anziehungspunkte wie Einkaufsmöglichkeiten oder Gesundheitseinrichtungen bieten. Daher wurden gemeinsam mit den Gemeinden in den Regionen um alle Bezirksvororte Radbasisnetze entwickelt, die den Anforderungen des Alltagsradverkehrs gerecht werden.

Alltags-RadfahrerInnen wollen schnelle und sichere Verbindungen zwischen Start und Zielpunkt fahren, auf „Schönheit der Strecke“ in touristischer Sicht legen AlltagsradlerInnen keinen Wert. Ausgehend von diesen Überlegungen hat die Mobilitätszentrale Burgenland im Rahmen von SMART Pannonia ein Radwegnetz mit den idealen Verbindungen zwischen Zielpunkten des Alltags (Wohnen, Schule, Arbeit, Einkaufen, Bahnhof,..) konzipiert.

Regionale Radrouten verbinden in hoher Qualität über die Gemeindegrenzen hinweg, während das innerörtliche Netz als Zubringer dient. Jene Strecken, die eine besonders hohe Attraktivität (Distanz und Topografie) und ein hohes Potenzial aufweisen, werden dabei als regionale Hauptradrouten ausgewiesen. Durch E-Bikes werden auch längere Strecken oder Strecken mit Steigungen immer attraktiver für den Radverkehr, daher wurden auch diese in den Radbasisnetzen berücksichtigt. Es wurden die wichtigen lokalen und regionalen Ziele festgelegt und daraus Wunschlinien abgeleitet. Dort wo sich diese Wunschlinien nicht in der bestehenden Infrastruktur wiederfinden, wurden Ausbau- oder Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet. Die Einbindung der politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger im Planungsprozess wurde dabei als wesentlich erachtet. Dies beinhaltete auch, dass sich Landes- und Gemeindevertreterinnen und -vertreter auch einmal auf den Sattel schwangen, um gemeinsam die Infrastruktur zu testen, gemeinsam mit den Experten von Verracon und der Mobilitätszentrale kritische Anschnitte zu besprechen und gemeinsam die idealen Verbindungen festzulegen.

Folgende Radbasisnetze sind fertig konzipiert und stehen zum Download zur Verfügung:

Alle Maßnahmen, die zur Umsetzung in den Radbasisnetzen festgelegten Radverbindungen beitragen, können von den Gemeinden zur Förderung eingereicht werden. Wichtig ist die Fördereinreichnung VOR Beginn der Maßnahme. Radwege, die nur für den Rad- und Fußverkehr erreichtet werden, können unter bestimmten Umständen zusätzlich eine Bundesförderung bekommen. Die Mobilitätszentrale berät und unterstützt Gemeinden gerne bei der Einreichung für die Landes- und Bundesförderung.