EMS22

Die E-Mobilitätsstrategie des Landes Burgenland

EMS22

Die E-Mobilitätsstrategie des Landes Burgenland

Während der Ausbau des öffentlichen Verkehrs und des Radwegnetzes vorangetrieben wird, stellt der motorisierte Individualverkehr aufgrund seines hohen Anteils an klimaschädlichen Emissionen sowie dessen Abhängigkeit von Energieimporten einen bedeutsamen Hebel zur Erreichung der Klimaneutralität und der Energieunabhängigkeit dar. Der Gesamtverkehrsstrategie 2021 (GVS21) und der Burgenländischen Klima- und Energiestrategie 2050 folgend, soll E-Mobilität dort zum Einsatz gelangen, wo andere Mobilitätsformen (aktive Mobilität, öffentlicher Verkehr) trotz des stetig erweiterten Angebots an ihre Grenzen stoßen. Um den Umstieg von fossil auf elektrisch betriebene Fahrzeuge voranzutreiben geht das Land Burgenland mit gutem Beispiel voran und setzt zahlreiche Initiativen im Bereich der E-Mobilität. Zentral ist dabei die E-Mobilitätsstrategie 2022 (EMS22), die den Weg in eine emissionsfreie Zukunft weist.

Ausgehend von den im Burgenland anzutreffenden, guten Voraussetzungen (Stromautarkie durch nachhaltige Energieträger, hohe Dichte an Einfamilienhäusern, gut ausgebautes öffentliches Ladenetz) werden in der EMS22 fünf Maßnahmenbereiche identifiziert:

  1. Allgemeine Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität und zur Zielerreichung
  2. Maßnahmen im Bereich Energieversorgung und Netzkapazität
  3. Zielnetz 2030
  4. Maßnahmen im Bereich Mobilitätsmanagement
  5. Maßnahmen im Bereich der rechtlichen Grundlagen

Die Umsetzung dieser Maßnahmen soll bis 2030 zur Erreichung von sechs Zielen führen:

  1. Das Burgenland ist das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Elektroautos.
  2. Bis 2030 werden im Burgenland durch den Umstieg auf E-Mobilität über 100.000t CO2 eingespart.
  3. Der durch den Umstieg auf E-Mobilität entstehende Strombedarf wird durch erneuerbare Energieträger gedeckt.
  4. Die Stromnetze können die zusätzlich erforderlichen Netzkapazitäten aufnehmen.
  5. Die Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ist ausreichend vorhanden.
  6. Elektromobilität ist für alle BurgenländerInnen eine leistbare Alternative zum Verbrennungsmotor.

Die komplette E-Mobilitätsstrategie Burgenland (EMS22) finden Sie hier als Download.

 

Mit der Förderung klimafreundlicher Mobilität durch das Land Burgenland, der Umrüstung des landeseigenen Fuhrparks sowie dem Ausbau des öffentlichen Ladenetzes auf aktuell über 300 im Burgenland zur Verfügung stehende Ladepunkte wurde der Weg in eine emissionsfreie Zukunft bereits vorgezeichnet, den die E-Mobilitätsstrategie nun weiterdenkt. Durch die gemeinsame Umsetzung aller Beteiligten bewegt sich das Burgenland auf die Ziele der Klimaneutralität und der Energieautarkie mit nochmals größeren Schritten zu.