19. Oktober 2021

Projekt „Cross Border Rail“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Verkehrslandesrat Heinrich Dorner zeigt sich über Vielzahl der Verbesserungen erfreut.

Komfort, Sicherheit und schnellere Verbindungen – das waren die Ziele des Ende 2020 abgeschlossenen, aus Mitteln der EU finanzierten INTERREG-Projekts „CrossBorder Rail“. Dabei wurde die Bahnstrecke der Neusiedler Seebahn zwischen Neusiedl am See und Pamhagen auf österreichischer Seite und weiter bis Fertõszentmiklós auf ungarischer Seite baulich und sicherheitstechnisch aufgerüstet. Zusätzlich wurden Maßnahmen in den Bereichen Barrierefreiheit und Komfortverbesserung umgesetzt. Leadpartner des grenzüberschreitenden Projektkonsortiums war die GYSEV Zrt. (die ungarische Raaberbahn-AG), die Projektpartner auf burgenländischer Seite die Neusiedler Seebahn GmbH und die Regionalmanagement Burgenland GmbH (RMB). „Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projektes CrossBorder Rail konnte eine Vielzahl an Verbesserungen für alle Fahrgäste, insbesondere unsere PendlerInnen umgesetzt werden“, zeigt sich Verkehrslandesrat Heinrich Dorner erfreut. „Mit der Modernisierung der Neusiedler Seebahn Strecke wurde wieder ein wichtiger Schritt gesetzt werden, das Burgenland nachhaltig und zukunftsfit zu gestalten“, so Dorner.

Investitionen in Sicherheit, Beschleunigung und Komfort entlang der Neusiedler Seebahn

Folgende Maßnahmen wurden auf dem ca. 38 km langen burgenländischen Streckenabschnitt umgesetzt:

· Technische Sicherung von 13 Eisenbahnkreuzungen.
· Beschleunigungsmaßnahmen im Bereich des Bogens Neusiedl sowie im Abschnitt Frauenkirchen–Mönchhof.
· Maßnahmen zur Barrierefreiheit in allen Bahnhöfen und Haltestellen. Diese wurden durch den ÖZIV (Österreichischer Zivilinvalidenverband) zertifiziert.

· Umbau der P&R Anlagen Frauenkirchen und Pamhagen. Dabei wurden 62 bzw. 64 Pkw-Stellplätze, Fahrradabstellanlagen sowie Elektrotankstellen und barrierefreie Stellplätze errichtet.

„Dank CrossBorder Rail konnten wir in den vergangenen Jahren weitere wichtige Modernisierungsarbeiten durchführen und damit eine Erhöhung der Qualität des Bahnverkehrs sowie eine Verbesserung des Streckenzustandes erreichen“, erklärt Dr. Gernot Grimm, Geschäftsführer der Neusiedler Seebahn GmbH. „Die Maßnahmen zur Barrierefreiheit in den Bahnhöfen und Haltestellen sowie die Investitionen in die Bahnhofsinfrastruktur bedeuten einen enormen Komfortgewinn für die PendlerInnen und alle Bahnreisenden in der Region“, ergänzt der zweite Geschäftsführer DI Arnold Schweifer.


Komplette Gleisrekonstruktion auf dem ungarischen Streckenabschnitt
Die Baumaßnahmen am ungarischen Streckenteil begannen im April 2020 durch den Leadpartner des Projekts CrossBorder Rail, die GYSEV Zrt. Es erfolgte eine vollständige Modernisierung des 10,2 Kilometer langen Abschnitts der Eisenbahnlinie ab der Grenze bei Pamhagen bis zum Bahnhof Fertõszentmiklós.  

Studien und Marktforschung zu Verbesserungen grenzüberschreitender Verbindungen

Zudem wurden durch die Regionalmanagement Burgenland GmbH im Rahmen von Studien und einer Marktforschung Verbesserungsmöglichkeiten im grenzüberschreitenden Bahnverkehr analysiert und evaluiert.

Alle Projektergebnisse auf einen Blick
Dank des INTERREG Projekt ATHU 16 „CrossBorder Rail“ konnten zusammenfassend folgende Verbesserungen umgesetzt werden:  

- die Beschleunigung der Reisegeschwindigkeit mit einer Fahrzeitverkürzung auf der Gesamtstrecke von ca.11 Minuten;

- die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch technische Sicherung sämtlicher Eisenbahnkreuzungen;

- Verbesserung der multimodalen Anbindung und der Bahnhofsinfrastruktur:

- Maßnahmen zur Barrierefreiheit (Blindenleitsystem, Schaffung kurzer, barrierefreier Wege zu den Behindertenparkplätzen; taktile Handläufe; bedarfsorientierte Sitzgelegenheiten)

- Verbesserte Fahrgastinformation

- Ausbau von Park & Ride- und Bike & Ride-Anlagen

CrossBorder Rail wurde dafür als vorbildhaftes Projekt mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Burgenland ausgezeichnet und erhielt das Zertifikat für Barrierefreiheit durch den ÖZIV.



Über CrossBorder Rail

- Förderprogramm: Interreg VA AT-HU

- Projektdauer: 01.07.2015-31.12.2020

- Projektsumme: €15 229 202,15

- Projektpartner*innen:  
o GYSEV-Raaberbahn AG (€ 8.252.974,94)
o Neusiedler Seebahn GmbH (€ 6.885.000)

o Regionalmanagement Burgenland GmbH (€ 91.227,21)
- Website: www.interreg-athu.eu/crossborderrail