Radabstellanlagen

Radabstellanlagen

Anzahl und Qualität der Stellplätze müssen stimmen, will man attraktive Voraussetzungen fürs Radfahren schaffen

Fahrradabstellanlagen sind eine wichtige und wirksame Maßnahme, klimafreundliches Verkehrsverhalten zu fördern. Wer sein Fahrrad gut und sicher abgestellt  weiß, wird es im Alltag öfter benutzen. Ebenso wichtig ist ein attraktiver Fahrradstellplatz am Zielpunkt: Muss man damit rechnen keinen ordentlichen Stellplatz zu finden, hat das Fahrrad schlechte Karten in der Verkehrsmittelwahl. Gute Radabstellanlagen sind also das A & O des Radfahrens. Für Gemeinden ist die Entscheidung für qualitätiv hochwertige Radabstellanlagen auch eine Möglichkeit die öffentliche Räume attraktiv zu gesalten.Ordentlich abgestellte Fahrräder tragen maßgeblich zu einem besseren Ortsbild bei. Eine Voraussetzung dafür sind gute Anlagen am richtigen Ort und in angemessener Zahl.

Die Planung von Fahrrad-Abstellanlagen sollte sich stets an folgende Kriterien orientieren:

  • Erreichbarkeit: direkt bei Start-/Zielort, behinderungsfrei und fahrend erreichbar
  • Größe: genügend Platz fürs Ein- und Ausparken, ausreichende Anzahl an Stellplätzen
  • Komfort: stabile Fahrradständer, gute Beleuchtung, Witterungsschutz 
  • Sicherheit: Schutz vor Diebstahl und Vandalismus

Die konkrete Ausgestaltung ist dabei stark von der jeweiligen Nutzung abhängig. Im Wohnbau und in Betriebsstätten müssen andere Anforderungen erfüllt werden als bei temporären Großveranstaltungen. Vor Geschäften brauchen RadfahrerInnen andere Abstellqualitäten als an der Bushaltestelle oder am Bahnhof.

Die Mobilitätszentrale Burgenland hat eine Übersicht zu Radabstellanlagen erstellt.

Bund und Land fördern die Errichtung von Radabstellanlagen.

Landesförderung für Burgenländische Gemeinden
Mit Ende 2019 wurde eine gezielt auf den Alltagsradverkehr ausgerichtete Förderschiene etabliert. Gefördert werden regionale Hauptradrouten, regionale Radrouten und Zubringer zum höherrangigen öffentlichen Verkehr. Der Fördersatz beträgt 50 - 60 %. Burgenländische Gemeinden, die solche Radinfrastrukturprojekte umsetzen, können sich auch Radabstellanlagen fördern lassen. Radabstellanlagen sind förderfähig, wenn sie den Anforderungen und Qualitätskriterien, wie im „Masterplan Radfahren – Burgenland radelt“ festgelegt, entsprechen.
Nähere Informationen:
https://www.b-mobil.info/de/foerderungen/alltagsradwege-und-radbasisnetze/

aws Investitionsprämie für Betriebe
Gefördert werden Unternehmen aller Branchen und Größen. Unter Ökologisierung sind Investitionen im Bereich Klimaschutz oder Mobilitätsmanagement förderfähig. Hier fallen auch Radabstellanlagen hinein oder Dienstfahrräder.
Nähere Informationen:
https://www.aws.at/fileadmin/user_upload/Downloads/Sonstiges/aws_Investitonspraemie_-_Ueberblick.pdf

Weiterführende Links

In der Schweiz werden gemäss Mikrozensus 2010 rund die Hälfte aller Etappen zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt. Mit diesem Hintergrund kommt dem Fuß- und Radverkehr eine wichtige Rolle in der Abwicklung der täglichen Mobilität zu. Hier finden Sie Informationen dazu: https://www.sg.ch/bauen/tiefbau/fuss--und-veloverkehr.html

Das Land Vorarlberg hat einen Leitfaden für Planungsbüros, Bauträger und Gemeinden "Fahrradparkierung im verdichteten Wohnraum" herausgegeben: https://www.energieinstitut.at/wp-content/uploads/2020/11/rad18_617_merkblatt-fahrradparkierung_V07_web.pdf